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GORE-TEX® Blog

März 18, 2016

Outdoor-Pflege-Guide: so wäscht man GORE-TEX® Kleidung richtig

Jetzt wird es sexy: die Frischzellenkur für deine GORE-TEX®-Garderobe! So wäscht man richtig. Mit ultimativen Musik-Tipps von unserer Autorin Laila, whoop whoop!

Outdoor-Pflege-Guide: so wäscht man GORE-TEX® Kleidung richtig

Zugegeben, Waschen ist jetzt nicht meine absolute Lieblingstätigkeit, doch irgendwie sieht meine GORE-TEX® Garderobe nach diesem milden, matschigen Winter relativ mitgenommen aus. Wie steht es um deine Outdoor-Klamotten? Zeit für eine Frischzellenkur, bevor der Frühling kommt, oder? Also, wie darf man drauf los waschen? Es ist Zeit für einen kleinen Outdoor-Pflege-Guide. Ganz wichtig, damit uns nicht langweilig wird: der richtige Sound zum Waschen.

Schritt 1: Maschine, Handwäsche, oder Reinigung – wie wird gewaschen?

Beim Blick ins Etikett wird klar: Wir müssen nicht selber ran und auch nicht die Experten von der Reinigung. Jacke und Hose dürfen bei 40 Grad in die Waschmaschine. Sogar im Pflegeleicht-Programm. Allerdings ohne Schleudern, sonst gibt es womöglich später Knitterfalten im Stoff.

Schritt 2: Mach die Schotten dicht

wi/15/16wi/allJGMAIRJGMAIR3500JGMAIR6000JGMAIR9900Meine GORE-TEX®-Klamotte ist mir bei meinen Outdoor-Exkursionen auch deshalb so lieb, weil sie so viele kleine Fächer und Extras hat: „Pretty Little Thing!“. Zum Beispiel gibt es ein Fach für Handy oder Lippenbalsam, die Luftluke im Achselbereich oder das elastische Zugband, mit dem ich die Bundweite einstellen kann. All diese Gadgets kann ich jetzt nochmal im Einzelnen bewundern, um die Schotten dicht zu machen. Die Reißverschlüsse an der Vorderseite, an den Taschen oder im Achselbereich verschließe ich sorgsam. Und auch die Abdeckleisten und Bänder. Schließlich soll sich beim Waschen nichts verklemmen oder verheddern.

Schritt 3: Waschmittel – weniger ist mehr

Can I kick it? Yes you can!“ Mein Geldbeutel und ich sind erfreut: Spezialwaschmittel ist nicht zwingend nötig, ein handelsübliches Haushaltsprodukt tut es auch. Wichtig ist allerdings, dass ich flüssiges Waschmittel verwende und das möglichst sparsam. Waschmittel in Pulverform oder Weichspüler kann die Poren der Membran verstopfen. Natürlich kann man auch Spezialpflege verwenden, die gibt es bei jedem guten Outdoor-Dealer zu kaufen, der auch GORE-TEX®-Produkte führt.

Schritt 4: Erfolgreiche Drecksarbeit – wie beseitige ich hartnäckige Flecken?

Fleckentferner oder Bleiche sind beim Waschen tabu. Wenn meine Outdoor-Abenteuer besonders hartnäckige Spuren hinterlassen haben, die beim Waschen nicht so einfach verschwinden werden, nehme ich etwas Flüssigwaschmittel und starte den Vorwaschgang in meiner Waschmaschine.

Für die optimale gilt es stets auf die Pflegehinweise des Herstellers zu achten ─ sie sind üblicherweise auf dem in der Kleidung eingenähten Etikett zu finden
Für die optimale Pflege gilt es stets auf die Hinweise des Herstellers zu achten ─ sie sind üblicherweise auf dem in der Kleidung eingenähten Etikett zu finden

Wer so ein Programm bei seiner Maschine nicht hat, kann sein GORE-TEX®-Kleidungsstück auch vor der Wäsche im Waschbecken einweichen und den Flecken auf diese Art zu Leibe rücken. Beim Hauptwaschgang ist somit schon ein Teil der Arbeit erledigt. Übrigens solltet ihr eure Funktionskleidung auch nicht mit Zeug in die Maschine stecken, das vor Dreck steht – sonst drohen die Schmutzpartikel ebenfalls die Poren zu verstopfen.

Schritt 5: Zweimal Klarspülen zum Schluss

Waschmittel ist zwar nötig, trotzdem möchte ich vermeiden, dass es als Rückstand die Membran belastet. Somit lasse ich am Ende des Waschgangs das „Spülen“-Programm laufen – und hole eine saubere Jacke und Hose aus der Maschine. Alles riecht frisch und die Farben leuchten. Teil 1 ist geschafft!

Her mit der Extraportion Schutz

Jetzt geht es an die Trockenübungen und somit die richtige Reaktivierung der Imprägnierung.

Schritt 1: Trockenübungen

Meine sauberen GORE-TEX®-Klamotten trocknen an der Luft ganz von selbst, unser Song zum Trocknen von der Band Kofelgschroa bestätigt es, tralala… Wenn es mal schneller gehen soll, könnte ich zum Trocknen sogar den Wäschetrockner dafür anwerfen. Im Schongang schadet der Trockenprozess meiner Kleidung nicht.

Schritt 2: Wie Phoenix aus der Asche – so reaktiviere ich die Imprägnierung

Für die Reaktivierung der Imprägnierung stecke ich die schon trockenen Kleidungsstücke nochmal 20 Minuten in den Wäschetrockner. Denn Wärme reaktiviert die dauerhaft wasserabweisende Imprägnierung (Durable Water Repellency, kurz DWR) des Oberstoffes. Wer keinen Trockner im Haus hat, kann mit einem Bügeleisen übrigens denselben Effekt erzielen. Das trockene Kleidungsstück wird bei niedriger Temperatur und ohne Dampf gebügelt. Um die Oberfläche zu schützen, legt man ein dünnes Handtuch zwischen Bügeleisen und Kleidungsstück.

So sollte das Wasser von der Jacke abperlen
Perlt das Wasser nicht mehr von dem Kleidungsstück ab, ist es Zeit die DWR-Imprägnierung zu erneuern

Schritt 3: Wenn nichts mehr perlt, hilft sprühen

Okay, bei meiner Jacke perlt das Wasser nicht mehr ab. Höchste Zeit mit einer DWR-Imprägnierung von außen nachzuhelfen. Die gibt es zum Beispiel als Pumpspray. Am besten dazu den Song „Pump Up The Jam!“ auflegen und nach der Behandlung mit dem Spray ist alles wieder beim Alten – besonders wenn man das Spray mit rhythmischen Bewegungen aufträgt – das Wasser hat keine Chance mehr.

Schritt 4: „Can’t touch this!“ – Jacke kaputt?

Wenn ihr euch bei einem Run über Stock und Stein doch mal ein Loch in die Jacke gerissen habt, ist das kein Grund zu verzweifeln: „Can’t touch this!“ Wusste ja schon MC Hammer. Für den schnellen Fix gibt es Reparaturkits beim Fachhändler, das kann man ausprobieren. Eine solide und dauerhafte Reparatur solltet ihr aber einem Experten in einem der GORE-TEX®-Reparaturzentren überlassen. Kontaktadressen findet ihr hier.

Hier nochmal die Pflegeanleitung in aller Kürze.