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Speed und Ski – zwei Grenzgänger im Himalaya

Speedtour Broad Peak

Speedbegehungen sind für das Dynafit-GORE-TEX® Team die „Formel 1 des Bergsteigens“.

Mit dem Broad Peak (8.051 Meter) in Pakistan steht im Juli 2009 der zwölfthöchste Berg der Erde auf dem Programm des Dynafit-GORE-TEX® Teams. Ein durchschnittliches Gefälle von 50 Grad macht insbesondere die Skiabfahrt zu einer der größten alpinen Herausforderungen. Ziel ist es mit Skiern vom Basecamp (5.000 Meter) bis zum Gipfel und zurück unter 18 Stunden zu bleiben. Für ihren großen Traum trainieren die beiden so intensiv wie nie zuvor.

Um sich die Größe dieses Vorhabens bewusst zu machen, genügen ein paar Zahlen: Für 1.000 Höhenmeter benötigen Sebastian und Benedikt in den Alpen weniger als eine Stunde, in den größten Höhen des Himalayas aber brauchen die beiden während der Akklimatisationsphase eine ganze Stunde für nur 100 Höhenmeter. Die Extremsportler müssen permanent ein riesiges Trainingspensum absolvieren, um sich solch große Ziele wie die Speedbegehung am Broad Peak stecken zu können. Pro Jahr kommen dabei rund 400.000 Höhenmeter zusammen, in der Endphase der Vorbereitung legen sie schon einmal 12.000 Höhenmeter in 24 Stunden zurück.

Speedbegehungen sind für Sebastian Haag und Benedikt Böhm aus den Münchner Stadtteilen Grünwald und Harlaching die „Formel 1 des Bergsteigens“. Es geht darum mit minimaler Ausrüstung, so schnell wie möglich Gipfel zu erklimmen und anschließend auf Skiern abzufahren. Den Skitourenrennlauf auf die höchsten Berge der Welt übertragen, bedeutet auch das Risiko, das bei einem längeren Aufenthalt in großen Höhen entsteht, zu minimieren. Mit dem Gasherbrum II haben Benedikt und Sebastian 2006 ihren ersten 8000er im Speed-Stil gemeistert. Die letzte Expedition ging 2007 zum 8.163 Meter hohen Manaslu 2007.

Nach Gasherbrum II und Manaslu wartet nun der Broad Peak auf die beiden, die seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in München eine außergewöhnliche Freundschaft verbindet. „Wir ergänzen uns perfekt und kennen die Stärken und Schwächen des anderen ganz genau."

„Wenn ich meine tägliche Trainingsarbeit vor der eigenen Haustür nicht diszipliniert verrichte, habe ich auf einem Achttausender nichts verloren“, sagt Sebastian Haag. Was die beiden in den Alpen aber nicht trainieren können, ist ihre körperliche Toleranz gegenüber der Höhe in den größten Bergen der Welt. Unbedingt notwendig ist eine geduldige Akklimatisation in den Wochen vor dem Rekordversuch. Aber jenseits von 5.000 Metern kann sich ein Mensch nicht vollständig und dauerhaft anpassen. „Natürlich sind Speedbegehungen ein ganz besonderer sportlicher Reiz. Genauso wichtig für uns ist aber, nur kurze Zeit in der so genannten Todeszone über 7.000 Meter zu verbringen. Je kürzer man auf großer Höhe ist, desto sicherer ist die Expedition. Also machen wir Speedbegehungen auch wegen des Sicherheitsaspekts“, erklärt Sebastian.

Neben akribischer Vorbereitung, herausragender Kondition und skifahrerischem Können ist das hundertprozentige Vertrauen in die eigene Ausrüstung entscheidend. Ihre Ausstatter Dynafit und Gore rüsten die beiden Extremsportler mit bester Funktionskleidung und Hartware aus, denn sie benötigen ein sehr leichtes, robustes und absolut zuverlässiges Equipment. Bei ihrem Speed-Abenteuer wiegen die Rucksäcke nur etwa 15 Kilogramm, zwei bis drei Liter Wasser müssen genügen und 20 Powerbar-Gels sind die einzige Nahrung beim Rekordversuch. Der Summit Club des Deutschen Alpenvereins (DAV) übernimmt die komplette logistische Organisation des Projekts.


Hier wird alle drei bis vier Tage aktuelles Filmmaterial sowie Informationen zu den täglichen Erlebnissen online gestellt.

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