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Riskante Pokerpartie in den Anden

GORE-TEX® Athlet Stefan Glowacz in Patagonien

40 Seillängen in 1400 m hoher Ostwand

Was die Höhe im Himalaya darstellt, ist das unberechenbare Wetter in Patagonien. Die meist starken und unvorhersehbaren Stürme machen die Begehung des 3.406 Meter hohen Cerro Fitz Roy in den argentinisch-chilenischen Anden zu einer riskanten Pokerpartie. Ein Spiel, für das sich Stefan Glowacz, Horacio Gratton und Fotograf Klaus Fengler bereit fühlen.

Es sind unbestritten die gigantischen Höhen, welche Extremsportlern im Himalaya ihre Grenzen aufzeigen. In Patagonien verwehrten dagegen die unberechenbaren Wetterverhältnisse schon vielen erfahrenen Kletterern ein Erreichen des Gipfels. Vom Atlantik kommend, prallen Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h auf die Felswände. Dabei entsteht eine Kraft, die in der Lage ist Kletterer senkrecht in die Höhe zu schleudern. Das gefährliche ist die Unbeständigkeit der Witterungslage - blitzartige Umschwünge von strahlendem Sonnenschein zu einem eisigen Inferno sind keine Seltenheit. Dies macht den Cerro Fitz Roy weltweit zu einem der härtesten und schwersten Berge, seine Besteigung zu einem riskanten Pokerspiel, das viele der besten Kletterer mindestens einmal im Leben gespielt haben sollten.

Um möglichst leicht und schnell zu bleiben, verzichtet das Team auf Biwak und Schlafsäcke, Gaskocher und Essen. Einzig Energieriegel und -drinks sowie Ersatzbatterien für die Stirnlampen, die ein gesichertes Weiterkommen während der Nacht gewährleisten sollen, werden mitgenommen. Diese Vorgehensweise ist nötig, um ihr Vorhaben realisieren zu können, in nur 35 Stunden die 1.400 Meter lange Granitwand mit ihren 40 Seillängen (bis zum neunten Schwierigkeitsgrad) zunächst zu durchsteigen und sich wieder über die gleiche Route abzuseilen.

Nicht mehr als vier Wochen planen die Extremsportler für die erfolgreiche Umsetzung ihres Projektes.

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