Benedikt Böhm
Benedikt Böhm, Mitglied der deutschen Nationalmannschaft

Benedikt Böhm ist Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Skibergsteigen und des Dynafit– GORE-TEX® Teams. Nach einer Speedbegehung am Mustagh Ata (China) hat sich Benedikt Böhm zusammen mit seinem Freund Sebastian Haag (27) an den Gipfel des 8035 Meter hohen Gasherbrum II in Pakistan gewagt.
Da die Fortbewegung mit Skiern für die beiden Skibergsteiger die schönste und eleganteste Art ist, Berge zu besteigen und abzufahren, führte sie ihr Weg zum 13. höchsten Gipfel der Erde, dem 8035 Meter hohen Gasherbrum II. Ein waghalsiges und nicht ungefährliches Unternehmen, nicht einmal eine handvoll Skibergsteiger wagten sich bis zum heutigen Tag erfolgreich die steilen Eispassagen des gigantischen Achttausenders hinunter. Normale Expeditionen benötigen für die Besteigung des Gasherbrum II 4 bis 7 Tage. Benedikt Böhm, Sebastian Haag und der Bergführer Luis Stitzinger waren nach knappen 17 Stunden wieder zurück in Lager 1, das auf einer Höhe von 5900 Meter liegt.
Mit bis zu 50 Grad steile Hangneigungen und eisigen Passagen, die nur mit Pickel und Steigeisen zu bewältigen waren, stand ihnen nach dem Gipfelerfolg die größte Herausforderung an diesem Berg noch bevor.
Über einen schmalen Gipfelgrad, links und rechts 1000 Meter abfallend, ging es hinein in steile Eispassagen und windverblasene Hänge. Die Abfahrt erforderte vollste Konzentration, denn „ein Sturz bedeutet in diesem Gelände das sichere Ende“, berichtet Haag nach der geglückten Abfahrt.
Abfahrt ohne Abseilen
2500 Höhenmeter, vom Gipfel bis zum berühmten Eisbruch 500 Meter über dem Basislager haben die Extremskifahrer hinter sich gebracht, ohne ihre Ski auch nur ein einziges Mal abzuschnallen oder sich abzuseilen. Eine herausragende Leistung, die in dieser Form nur sehr wenigen internationalen Skibergsteigern gelungen ist. Dabei mussten sie sich durch Eis und Nassschnee kämpfen und waren den schwierigen Bedingungen, die in diesen großen Höhen herrschen, ausgesetzt.
Speedbegehung mit Hindernissen
Bei großer Lawinengefahr ging es vorbei an hochhaushohen Gletscherspalten, die aufgrund der veränderten Witterungsbedingungen immer mehr aufbrachen. „Man hatte das Gefühl, der ganze Berg würde sich langsam öffnen und dahinschmelzen“, so Böhm. Nach weiteren vier Kräfteraubenden Stunden erreichten sie überglücklich Lager 1. Geschafft! Und das alles „by fair means“, das heißt ohne Depots oder Unterstützung auf den Hochlagern. Mit im Gepäck waren lediglich fünfzehn Power-Gels und zwei Liter Wasser.
Ideale Ausrüstung
Voraussetzung für das Unternehmen waren daher nicht nur körperliche Fitness, perfekte Technik und skifahrerisches Können, auch die Ausrüstung spielt bei solchen Expedition eine herausragende Rolle. Die ständig wechselnden Wetterbedingungen und extreme Temperaturen, die in Höhen über 4000 Meter vorherrschen, stellen ebenso große Anforderungen an das Material, wie an die Bergsteiger selbst.
Ausgestattet mit den Materialien ihrer Sponsoren Dynafit und GORE-TEX® Products kamen nur die neuesten High-Tech Produkte zum Einsatz: „Wir sind begeistert von den Materialien, die uns unsere Sponsoren zur Verfügung gestellt haben. Ohne eine perfekte Ausrüstung wäre ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen“, so Benedikt Böhm. Mit Hilfe ihrer extrem leichten und technisch absolut hochwertigen Materialien haben sie gezeigt, dass man nicht nur ausschließlich in dicken Daunenjacken am Gipfel eines Achttausender stehen muss.
