Wer will schon einen Raum haben, in dem es regnet? Wenn man wie W.L. Gore & Associates Outdoor-Kleidung an ihre Grenzen bringen möchte, ist eine solche Kammer eine perfekte Ergänzung zu den vielen anderen Tests, die Gore in den Laboren durchführt. Alle Prototypen für neue Kleidung, die mit dem weltbekannten GORE-TEX Material ausgestattet sind, müssen diese Tests durchlaufen.


In den 40 Jahren seit der Gründung des Unternehmens wird der Markennamen GORE-TEX mit vielen berühmten Outdoor-Marken, die ihre Kleidung und andere Produkte mit der Technologie ausstatten, in Verbindung gebracht. Und noch etwas ist besonders bei Gore: Die meisten Firmen garantieren für die richtige Funktion des eigenen Produkts. Gore geht einen Schritt weiter und steht dafür gerade, was andere herstellen.

Gore prüft zusammen mit den lizensierten Kleidungs- und Schuhherstellern wie Arc’teryx, The North Face oder Mammut jedes Produkt. Dabei wird nicht nur das fertige GORE-TEX Produkt getestet; auch Fasern, Isolationsmaterial, Membran und Futterstoff müssen die Standards erfüllen. Die Materialien werden in den eigenen Labors von Gore härtesten Prüfungen unterzogen, Prototypen durchlaufen Praxistests unter realen Bedingungen.
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Material für Oberbekleidung wird mit Sandpapier bearbeitet (stunden-, manchmal sogar tagelang), bei schwankenden Temperaturen gedehnt und gestaucht, und im Regenraum verschiedenen Wettersimulationen ausgesetzt, von Schauern über starken Regengüssen bis hin zu Stürmen. Besonders wichtig für Kleidung, Schuhe und andere Ausrüstung ist der richtige Sitz und Tragekomfort. Auch beste Materialien und Konfektion funktionieren nur einwandfrei, wenn es strenge Kontrollen gibt, die dafür sorgen, dass die Verarbeitungsqualität stimmt und die Produkte für ihren Einsatzzweck geeignet sind.

Was Bob Gore in den früheren Jahren begann, führt das Unternehmen heute weiter. Alle Produkte werden in der Praxis getestet, unter anderem von professionellen Bergführern, GORE-TEX Athleten und Expeditionen, um sicherzustellen, dass nur die besten Produkte auf den Markt kommen.
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Produkte wie Stiefel und Handschuhe werden ähnlichen Tests ausgesetzt, die spezifisch auf das Produkt zugeschnitten sind. Auch eine lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt, sagt man. Für einen Schuh mit GORE-TEX Technologie beginnt die Reise zum Kunden mit 50.000 bis 200.000 Schritten im Wasserbad, je nach Einsatzbereich (Stadt oder Berg). Im Labor gibt es Sensoren, die auch das kleinste Leck erkennen, außerdem eine Zentrifuge, mit der wassergefüllte Stiefel geschleudert werden – alles zu dem Zweck, den absolut dichten Schuh herzustellen. Dabei werden übrigens nicht nur die Teile getestet, die mit der GORE-TEX Technologie ausgestattet sind, sondern die Funktion des kompletten Produkts, einschließlich Außenmaterial, Isolierschicht, Membran und Futterstoff. Somit wird bestmöglicher Schutz und Komfort garantiert. Besonders für Footwear ist dabei der Saugtest wichtig, bei dem auch Nähte und Schnürsenkel genauestens in die Untersuchung mit einbezogen werden.
new-logo-0916Auch für Handschuhe führt Gore ähnliche Tests durch, mit denen unter anderem sichergestellt wird, dass das Innenfutter immer an seinem Platz bleibt und beim Ausziehen nicht verrutscht.

Gore setzt seit 1989 auf dieses intensive Testprogramm, im selben Jahr wurde auch das Markenversprechen GUARANTEED TO KEEP YOU DRY™ eingeführt: Wenn der Kunde mit einem GORE-TEX Produkt nicht zufrieden ist, bietet Gore Reparatur, Ersatz oder Rückerstattung des Kaufpreises an. Das Versprechen gilt heute immer noch und ist einzigartig für Outdoorkleidung.

Der Anspruch, sowohl den kleinsten Verbesserungswunsch zu verstehen als auch die größte Herausforderung anzunehmen, hat die intensiven Testverfahren bei Gore geprägt und die Marke GORE-TEX dorthin geführt, wo sie zusammen mit den damit ausgestatteten Produkten steht: an der Spitze der Branche.