– David Lama – Kletterprofi David Lama sieht sich immer wieder mit neuen Trends konfrontiert. Verändern sie auch seinen Zugang zum Berg?


Er ist einer der Größten im internationalen Klettersport: GORE-TEX Athlet David Lama. Bereits als Kind übte die Vertikale einen unheimlichen Reiz auf den Sohn einer Innsbruckerin und eines nepalesischen Bergführers aus; die Kletterhalle wurde schnell zu seinem zweiten Zuhause. Mühelos gewann der junge David ein Klettertournier nach dem anderen, perfektionierte seine Technik und erlangte auch über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit. Doch trotz seiner Liebe zum Indoor-Klettern wollte David mehr; der „echte“ Berg reizte ihn. Der Held aus der Halle hatte es sich zum Ziel gesetzt, auch draußen an der Wand Höchstleistungen zu vollbringen. Sein erster waghalsiger Versuch, als alpiner Neuling die Freibegehung der sogenannten „Kompressorroute“ am legendären Cerro Torre zu meistern, scheiterte auf ganzer Linie. Drei Jahre später bekam David erneut die Chance den Gipfel zu erklimmen; diesmal mit Erfolg. Heute schreibt er über diese Erfahrung:
Ich musste lernen zu warten, bis ich wirklich bereit für das Abenteuer war, auf das ich mich eingelassen hatte.

Dabei ging es ihm nie um die reine Demonstration seines Könnens. Bereits mit 19 Jahren hat er zu einer inneren Ruhe gefunden, die seinen Kletterstil einzigartig macht. Seine Leistungen sieht er stets als Teil eines großen Ganzen, als Teil eines Gesamterlebnisses. Als Pionier einer neuen Bergsteigergeneration wird er dabei immer wieder mit neuen Trends und Entwicklungen konfrontiert, die oft von seinen Idealen und Vorstellungen beim Klettern abweichen. Seine Gedanken dazu teilt er mit uns in seinem Blog.