Feuer. Ein Roadtrip über die Vulkaninsel Big Island, Hawaii
Wir haben einen gemeinsamen Traum: Auf den Spuren der vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser wollen wir die schönsten Trails Hawaiis erkunden. Wir, das sind Fotograf Manuel und Konzeptionistin Nina aus München. Für den GORE-TEX Blog berichten wir von unseren Erlebnissen. Auf einem Roadtrip über Big Island erleben die vielen Facetten des Vulkanismus auf der Insel.


Auf einer Fläche von 10.433 Quadratmetern wartet Big Island mit vier der weltweit fünf Klimazonen auf. Landschaftsformen, Vegetation und Wetter verändern sich in geradezu rasantem Wechsel. An jeder Biege ein neuer, überwältigender Anblick. Bei jedem Stop eine komplett andere Landschaft. Nachdem man die Zeit im Auto wie in einer Kapsel verbracht hat, sind die Eindrücke draußen besonders intensiv. Sonne, Wind oder Kälte. Der Geruch des Meeres. Alles schlägt Dir mit Wucht entgegen. Die Tage auf Big Island verbringen wir wie im Rausch. Auch wenn wir auf der Insel keine mehrtägigen Trekkingtouren unternommen haben, wurden Windstopper-, GORE-TEX Pro Jacken und GORE-TEX SURROUND® Schuhe voll ausgereizt.
Pololu Strand
Ein geschwungener, steiniger Pfad führt hinab ins Pololu Valley. Die Vegetation entlang des Weges ist üppig und von sattem Grün, das in schönem Kontrast zum Tiefblau des Meeres steht. An jeder Kehre lockt der Ausblick über den steil abfallenden Küstenstreifen zum Talboden. Hier schlägt weißschäumend das unruhige Meer auf den Kieselstrand. Das lange Pololu Valley liegt geschützt wie in einem Kessel, umsäumt von steil aufragenden Hängen. Der schwarze Sand des Pololu Strandes ist ein erster, sanfter Gruß der Vulkane, die die Insel prägen wie keine andere Naturgewalt.
Volcanoes National Park
Schon das Öffnen der Autotür gerät zum Kraftakt. Der Wind pfeift gnadenlos über die baumlose Weite und reißt an unseren Jacken. Wir ziehen unsere Kapuzen weit ins Gesicht und stolpern über die Gesteinswüste. Ein Vorankommen ist in diesem Gelände überaus beschwerlich, die groben Lavabrocken liegen lose und scharfkantig übereinander getürmt. Kilometerweit haben sich die Lavamassen von den Vulkanen hinab zum Meer geschoben. Uns bietet sich ein apokalyptisch anmutendes Bild. Auch fast fünfzig Jahre nach den Ausbrüchen der Vulkane trägt es die Kraft der Zerstörung noch immer in sich. Das vulkanische Gestein knirscht unter unseren Trekkingschuhen wie Glas, als wir uns nach einigen Stunden in der bizarren Ödnis auf den Weg zurück zum Auto machen. Flüssige Lava sollen wir an diesem Tag nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Hast Du einen Tipp, wo man Vulkane besonders schön erleben kann? Teile ihn mit uns in den Kommentaren!
Mauna Kea
Auf der gut ausgebauten, asphaltierten Paddle Road geht es hinauf zum Vulkan Mauna Kea. Mit 4205 Metern ist er der höchste Berg Hawaiis. Vom Meeresboden aus gemessen, und nicht etwa vom Meeresspiegel, mit stolzen 10203 Metern gar der höchste Berg der Erde. Eine eigentlich viel zu komfortable Art und Weise, den Viertausender zu erklimmen, die aber auch Risiken birgt. Per Straßenkontrolle zur dreißigminütigen Akklimatisierung verdonnert, nutzen wir die Zeit zum Umziehen. Denn in der Höhe ist es bereits merklich kühler, auf dem Gipfel des Vulkans liegt ganzjährig Schnee. So schlüpfen wir in Daune und lange, winddichte Hosen und Jacken.


Oben angekommen empfängt uns eisiger Wind. Wir sind nicht die einzigen, die es zum Sonnenuntergang auf den Berg gezogen hat. Um uns drängen sich Schaulustige aus aller Welt. Das Gestein erglüht in dunklem Rot, während die Abendsonne langsam in die Wolkendecke eintaucht.


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