Michaels Tryouts Challenge

Beim Eisklettern bis an die Grenze

In der Natur kann ich das Leben in vollen Zügen genießen und mich gleichzeitig ganz auf mich konzentrieren. Für andere heißt in der Natur sein, zu Wandern oder Ähnliches zu machen. Für mich ist die Erfüllung das Eisklettern – es ist seit vielen Jahren meine Leidenschaft.

Wenn ich auf meine Zeit als Eiskletterer zurückblicke, dann sehe ich einen Sport, der höchste Konzentration sowie große innere und äußere Stärke erfordert. Als ich zum ersten Mal von der GORE-TEX Tryouts Challenge für Associates hörte, wusste ich gleich, dass sich meine Leidenschaft fürs Eisklettern perfekt für die Challenge eignet. Mein Name ist Michael, ich komme aus den USA, lebe aber schon seit vielen Jahren in Deutschland. Die alpine Bergwelt rund um meinen Wohnort ist der perfekte Ort für Abenteuer, im Sommer ebenso wie im Winter.

Als Mitglied im Deutschen Alpenverein konnte ich an einem der DAV-Kurse im Eisklettern teilnehmen, die an vielen unterschiedlichen Orten stattfinden. Da ich bereits ein begeisterter Felsenkletterer bin, wollte ich unbedingt einmal das Eisklettern ausprobieren. Ich suchte mir einen Kurs aus, buchte ihn – und der Rest ist Geschichte. Das war vor ungefähr 15 Jahren.

Im Laufe der folgenden zehn Jahre machte ich einmal im Jahr etwa eine Woche lang einen geführten Eiskletterkurs im Salzburger Land in Österreich. Ein Bergführer in Kaprun im Stubachtal hat mir das Eisklettern beigebracht. Da oben gibt es einen Staudamm, an dem man das Eisklettern optimal lernen kann. Ich war jedes Jahr im Januar eine Woche in Österreich, um an unterschiedlichen Eisformationen im Land zu klettern.

 

Eisklettern – eine körperliche und mentale Herausforderung

Eisklettern ist nicht Klettern an einem Wasserfall. Die meisten Wasserfälle führen zu viel Wasser und können im Winter nicht gefrieren. Sieht man im Sommer einen Kletterer an einem Felsen, an dem das Wasser heruntertropft, kann man davon ausgehen, dass sich hier im Winter eine Eisformation bilden wird. Im Prinzip friert das Wasser direkt an den Felsen und tropft an bestimmten Stellen immer weiter, sodass man sich beim Eisklettern oft fühlt, als stünde man unter einer riesigen eisigen Dusche! Als ich noch aktiver war, nutzte ich jede Gelegenheit, diese eisigen Felsen zu besteigen. Eisklettern ist nicht nur ein körperlich, sondern auch ein mental sehr anspruchsvoller Sport, da man sich bewusst in eine gefährliche, furchterregende Situation bringt.

Manchmal spürt man förmlich, wie einem die Angst im Nacken sitzt. Man muss sich sehr genau auf jeden einzelnen Handgriff konzentrieren, etwas, das man im normalen Leben so eigentlich nie macht. Wenn man sich in solch eine Situation begibt, verspürt man aber nicht nur Angst, sondern auch Begeisterung pur, besonders wenn man es geschafft hat. Es ist schwer zu beschreiben, wenn man es noch nie gemacht hat.

Manche Leute meditieren, um sich im gegenwärtigen Moment zu spüren. Meine Meditation ist das Eisklettern. Man lässt dabei alle anderen Gedanken los – was uns im Alltag eigentlich nie möglich ist. Vor COVID-19 bin ich viel gereist und ich hoffe, dass das irgendwann wieder geht. Zu meinen sportlichen Leidenschaften gehören auch das Laufen und Wandern. Zum Wandern gehe ich in Süddeutschland, aber zum Eisklettern fahre ich fast immer nach Österreich.

Ich bin beim Eisklettern oft an meine Grenzen gekommen, denn Eisklettern ist nicht wie das Klettern am Fels. Wenn du keine Überhänge klettern kannst, dann kannst du es vergessen. Mir hat auch oft die Kälte sehr zugesetzt, denn einerseits schwitzt man viel, andererseits muss man lange stillstehen, während man den Partner sichert, und da wird es einem sehr kalt. 

Eine Seillänge beträgt etwa 50 Meter und es dauert vier Stunden, um 50 Meter zu klettern. Das ist relativ normal. Du kletterst hinauf und sicherst deinen Stand, dann folgen dir die anderen nach – und sind dabei normalerweise schneller. Das alles erfordert viel Übung und gute Vorbereitung, wozu natürlich auch die richtige Ausrüstung gehört.

 

Jahrelanges Training

Auf dem Bild oben sieht man, wie ich beide Seile in einem Karabiner eingehängt habe, der an einer Eisschraube hängt. Die Eisschrauben muss man auf dem Weg nach oben selber setzen und sie auch selber wieder entfernen. Es ist nicht wie beim normalen Klettern, wo auf erschlossenen Routen Haken fest im Fels verankert sind. Beim Eisklettern dreht man die Eisschrauben selbst ins Eis und der nachfolgende Partner dreht sie wieder heraus. Natürlich muss man auch dem Wetter entsprechend ausgerüstet sein, man ist schließlich unter freiem Himmel und nicht in einem geschützten Raum. Es dauerte einige Jahre, bis ich ohne Bergführer zum Eisklettern gehen konnte, denn es gab wirklich viel zu lernen. Ich brauchte eine ganze Menge Kurse, bis ich mich allein ins Eis wagen konnte. Und sogar jetzt noch finde ich es jedes Mal wieder beängstigend – man muss einfach an so viele Dinge denken. Ohne Bergführer liegt alles in deiner eigenen Verantwortung. Eisklettern ist nicht wie Fahrradfahren, es ist wirklich gefährlich. Bei Wettbewerben im Eisklettern verunglücken jedes Jahr mindestens ein oder zwei Sportler tödlich. Wer am Eisklettern interessiert ist, sollte sich also einen guten Bergführer oder eine Alpinschule suchen und es dort lernen. Auf keinen Fall sollte man es auf eigene Faust versuchen, es können viel zu viele Dinge schiefgehen. In Österreich gibt es viele Alpinschulen, die Eiskletterkurse anbieten, bei denen man von einem professionellen Bergführer mit viel Erfahrung alles über den Sport lernen kann.

 

Mit GORE-TEX ist Eisklettern ein Vergnügen

Beim Eisklettern tropft immer jede Menge Wasser auf einen herab, weshalb man unbedingt eine Ausrüstung braucht, die einen trocken hält. Denn wenn man triefend nass wird, kann das sehr kritisch werden. Da man beim Klettern aber auch viel schwitzt, muss gleichzeitig der Schweiß durch die Kleidung nach außen entweichen können. In einer normalen Jacke kommst du vielleicht nicht so sehr ins Schwitzen, wirst aber durch all das Wasser, das von oben auf dich herabtropft, nass. Trägst du eine dichte Plastikjacke, dann passiert das Gegenteil. Meiner Meinung nach ist Material mit GORE-TEX Technologie ideal fürs Eisklettern geeignet und für mich absolut unentbehrlich. Meine Ausstattung bestand aus einer Jacke von Schöffel, einer Hose von Mammut und Stiefeln von Meindl, alles mit GORE-TEX.

 

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