Die größte Herausforderung beim 7-tägigen GORE-TEX Transalpine-Run Anfang September 2016 sind weder die 250 Kilometer noch die rund 15.000 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt, nein: Viel entscheidender ist die Wahl des richtigen Teampartners. Ob das Team GORE RUNNING WEAR® dafür richtig aufgestellt ist? Eine Spurensuche.


Mit dem Partner ist das ja so eine Sache: meistens harmoniert man, manchmal knirscht es, und zuweilen geht auch die engste Partnerschaft zu Bruch. Das ist beim GORE-TEX Transalpine-Run nicht anders als im wahren Leben auch: 350 2er-Teams laufen dann sieben Tage mehrere Stunden am Tag zusammen über die Berge, teilen Freud und Leid auf dem Trail und zuweilen auch das Hotelbett; manche Teams finden erst kurz vor dem Event zusammen, andere starten auf dem Fundament einer jahrelangen (Lauf-)Freundschaft, oder gar gleich als Ehepaar.

Wurde dieser Teamgedanke bei der Premiere 2005 noch aus Sicherheitsgründen eingeführt, so entwickelte er sich im Laufe der Jahre zur Kern-DNA des Transalpine-Runs. All die Dramen, all die Emotionen, all die Geschichten – das wäre nie entstanden, wenn die Läufer alleine durch die Berge gerannt wären. Wer jemals den Zieleinlauf eines GORE-TEX Transalpine-Runs erlebt hat, wer sieht, wie selbst harte Ultraläufer in Tränen ausbrechen und ihrem Teampartner um den Hals fallen, der kann nur erahnen, was die beiden in der Woche durchgemacht haben. Und es stimmt ja auch: In sieben Tagen zusammen über die Alpen laufen, ist nicht nur für den Körper eine enorme Belastung, nein: Man muss mit dem Teampartner sowohl auf, als auch neben dem Trail klarkommen, ihn motivieren und trotzdem Rücksicht nehmen, umgekehrt sich selbst nicht bis zur völligen Erschöpfung hin verausgaben, sollte der andere einen starken Tag haben. Rund ein Viertel der gestarteten Teams erreicht das Ziel am Ende nicht – zumindest nicht als offizielles Team – eine Erfahrung, die auch ich machen musste, und zwar gleich mehrfach.

12 Jahre, 9 Starts, 2 Zieleinläufe

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In 12 Jahren GORE-TEX Transalpine-Run bin ich neun Mal angetreten – habe davon aber nur zwei Mal mit meinem Teampartner gefinisht. Böse Zungen behaupten es läge an mir … ABER: Was kann ich zum Beispiel dazu, wenn mein Partner sich bei einem gemeinsamen Trainingslauf rund um den Königssee einen Muskelbündelriss in der Wade zuzieht und dann trotzdem an der Startlinie auftaucht? Was kann ich dazu, wenn der Partner bei der ersten Etappe einen neuen und wie sich herausstellte viel zu großen Schuh anzieht? Mit der Folge, dass er ab Tag zwei auf einer fußsohlengroßen Blase herumeierte. Nun also mein Kollege Patric bei Gore. Den Transalpine-Run hat er bereits zwei Mal gefinisht, allerdings – wie ich meine – mit angezogener Handbremse. Bei einer Marathonbestzeit von unter drei Stunden, einem großen Talent für Downhills, unterstützt durch mächtige Oberschenkel, die er sich in seiner zweiten Leidenschaft, dem Biken, erarbeitet hat, und schließlich noch die Berge vor der Rosenheimer Haustüre – der Kerl müsste doch im vorderen Drittel landen!

GORE-TEX Transrockies-Run: Kinderwagen schieben versus Laktatexplosionen

Doch auch mit Patric endete so mancher Lauf mit einem Handicap: Vor ein paar Jahren zog er sich bei einer gemeinsamen Transalpine-Run Etappe einen Bänderriss zu, und 2015 – wieder in meiner Begleitung – holte er sich bei einem kurzen Tempolauf einen Muskelfaserriss in der Wade. Liegt es vielleicht doch an mir? Dass es auch anders geht, zeigt eine andere gemeinsame Erfahrung: 2012 haben Patric und ich als Team den 6-tägigen GORE-TEX Transrockies-Run in Colorado gefinisht, und das mit durchaus unterschiedlichen Startvoraussetzungen, da Patric als junger Vater antrat. Denis beschrieb das in seiner Reportage im TRAIL Magazin blumig wie folgt: „Der Lebensplan kam vor dem Trainingsplan, und so wickelte Patric Windeln, schob den Kinderwagen … während sein Kollege in den Bergen das Laktat explodieren ließ.“ Nun bleiben nur noch ein paar Wochen bis zum Start des 12. GORE-TEX Transalpine-Run in Garmisch-Partenkirchen. Beide haben wir einige Zipperlein zu überstehen, aber auch die Gewissheit, dass wir auf und abseits der Trails gut harmonieren. Und das ist im Zweifel wichtiger als jede Platzierung.

Die letzten beiden Etappen der neuen Strecke des GORE-TEX Transalpine-Run ist Patric als Trailscout bereits gelaufen. Wir waren mit der Kamera dabei:


ONE GORE-TEX Jacket

Das Lieblingsstück des Teams GORE RUNNING WEAR® für den Transalpine-Run: Diese Jacke hält extremen Wetterbedingungen stand, ist ultraleicht, sehr robust und ideal für lange Läufe mit Rucksack.