Run2 – Mein GORE-TEX Transalpine-Run Debüt: A Story of Pain & Glory
Am 2. September war es schließlich soweit: GORE-TEX PR & Global Sponsoring Manager Andreas Marmsoler wagte sich an den Selbstversuch GORE-TEX Transalpine Run „Run2“. Wie es ihm bei seinem zweitägigen Abenteuer erging und wie er sein erstes Multi-Stage Race erlebte erfährst du hier.
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Am 2. September war es schließlich soweit: um 9 Uhr früh fiel der Startschuss zum 14.GORE-TEX Transalpine Run und für unser Team „Absolute Beginner“ begann das zweitägige Abenteuer „Run2“. Insgesamt knapp 73 km und 4.000 Höhenmeter Aufstieg und 4000 Höhenmeter Abstieg.

Credit: Philipp Reiter

Bereits am Samstag vor dem Rennen ging es zum Startort Garmisch-Partenkirchen. Daniela und ich registrierten uns und holten die Startnummern ab. Danach ging es zur "Pastaparty" – wie der Name bereits vermuten lässt, gab es Nudeln im Überfluss. Wichtigster Teil der Pastaparty ist jedoch das Streckenbriefing. Dort wurden wir auf die erste Etappe vorbereitet: 45 Kilometer, 2.600 Höhenmeter im Aufstieg und ebenso viele im Abstieg. Da es die Tage vorher geregnet hatte, war mit Matsch zu rechnen und sogar so viel, dass kurzfristig die dritte und letzte Verpflegungsstelle vorverlegt werden musste. Das hieß die letzten 16 Kilometer mussten wir ohne zusätzliche Verpflegung zurücklegen. Na Prost-Mahlzeit, wird schon schiefgehen.

Credit: Philipp Reiter

In der Nacht vor dem Rennstart schlief ich relativ entspannt – da habe ich im Vorfeld ja bereits einiges über Schlaflosigkeit oder plötzliche Übelkeit gehört. Um 7.30 ging es zum Startbereich, ab 8.15 Uhr Ausrüstungskontrolle, die Veranstalter kontrollierten jedes Team, ob sie die Notfallausrüstung dabei hatten. Dann Start um 9 Uhr. Eine Menschenmasse setzte sich laufenderweise in Bewegung. Unsere Teamtaktik für das Rennen: langsam starten, bergauf gehen, in den flachen Passagen und bergab laufen.

Innerhalb der ersten sechs Kilometer hatten uns alle Teams überholt und so holte uns bald darauf der „Besenwagen“ ein, ein Trio aus jungen Burschen, die eindeutig schneller als wir beide gewesen wären, aber sie durften uns ja nicht überholen und auch nicht unterstützen. Die erste Verpflegungsstation war beim Eibsee nach knapp 11 Kilometer. Wir benötigten für diese Passage etwa zwei Stunden. Danach vom Eibsee über die zweite Verpflegungsstation bei der Gamsalm zur dritten Station. Dort schafften wir noch knapp die cut-off Zeit, aber danach ging es erstmal knackig bergauf und Daniela tat sich zusehends schwerer. Trotz Ziehen und Schieben verloren wir weiter Zeit und nach 33 Kilometern griff die Rennleitung ein. Sie wollte uns aus dem Rennen nehmen, da wir bereits 45 Minuten über cut-off waren. Daniela nahm das Angebot dankend an, aber ich konnte das nicht akzeptieren. Ich wusste, dass ich alleine schneller unterwegs sein konnte und so machte ich weiter und rang mich den 400 Höhenmeter steilen Anstieg hinauf. Die Strecke war voller Matsch und das Vorankommen – ohnehin schon schwer – wurde damit noch zusätzlich kräftezehrender. Kurz vor Nassereith kam dann ein ziemlich langer Abstieg, den ich gut laufen und sogar noch ein Team überholen konnte. Nach 11 Stunden und 45 Kilometern kam ich erschöpft aber glücklich ins Ziel und dann gleich zur Pastaparty, den Bildern des Tages, dem Streckenbriefing und natürlich wieder Nudeln!

Credit: Harald Wisthaler

Tag 2 war der Start bereits um 8 Uhr, hieß also um 7:15 Uhr im Startbereich zur Rucksackkontrolle. Obwohl Daniela am Vortag ihr persönliches Rennen abbrechen musste, wollte sie sich an der zweiten Etappe von Nassereith nach Imst noch mal versuchen. Insgesamt 27 Kilometer und 1.600 Höhenmeter lagen vor uns. Daniela hatte an Beinen und Füßen Schmerzen, trat aber trotzdem nochmal an. Nach fünf Kilometer musste sie dann einfach vor Erschöpfung aufgeben. Ich war trotz der tags zuvor gelaufenen Strecke gut in Form und lief den Rest der Strecke dann alleine. Diesmal allerdings konnte ich gut mit anderen Teams mithalten.

Credit: Harald Wisthaler

Bei der ersten Verpflegung nach 11 Kilometer gab es etliche Teams, die hinter mir waren und auch bei der zweiten Verpflegung nach etwa 20 Kilometer war ich gut im Rennen. Danach kam eine bergauf Passage und hier gab es einige Teams, die ich vorbeiziehen lassen musste, da mir sonst die Puste ausgegangen wäre. Die warmen Temperaturen haben bei wohl bei mir etwas an meiner Substanz gezehrt, aber am zweithöchsten Punkt der Etappe kam dann mein Moment: Downhill. Die letzten 4 Kilometer gingen runter nach Imst über einen tollen Trail. Und hier konnte ich meine Erfahrung im Bergab-Laufen nutzen. Es war für mich ein richtiger Genuss noch etwa 15 Teams beim downhill zu überholen und bis ins Ziel hinter mir zu wissen. Nach 5 Stunden und 20 Minuten war ich dann im Ziel in Imst. Ich habe den GORE-TEX Transalpine Run „Run2“ geschafft. 73 Kilometer, 4000 Höhenmeter rauf und wieder runter lagen hinter mir! Mein Fazit: pain & glory – Schmerz und Ruhm!