Sigrid über die Entstehung ihrer eigenen GORE-TEX Jacke von Norrøna
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Singer-Songwriterin Sigrid ist für das erste Fitting ihrer eigenen GORE-TEX Jacke von Norrøna angereist. Sie kann es kaum erwarten das Ergebnis ihrer intensiven Überlegungen in den Händen zu halten. Dabei ist ihr Art Director Charlie Drinkwater, Head of Creative für alles, was Sigrid tut, wie sie selbst sagt.


Warum Sigrids eigene Jacke ganz viel mit ihrer Herkunft und ihren Wurzeln zu tun hat, warum es ein Anorak geworden ist, welche Rolle ihre Eltern spielten und was die Farbe Rot für sie bedeutet? Das und noch viel mehr erzählen Sigrid und Charlie im Interview.

Sigrid, nicht viele haben die Möglichkeit, eine eigene Jacke zu designen. Wie war das für dich, als man mit der Idee zum ersten Mal auf dich zukam?

Sigrid: „Es ist ziemlich unglaublich und zeigt auch einmal mehr, dass ich eigentlich im Musikgeschäft bin. Aber die Tatsache, dass mir die Musik so viele Gelegenheiten gibt, andere coole Dinge zu tun, ist echt unglaublich, das ist eine große Ehre.“

Wie habt ihr mit der Gestaltung der Jacke begonnen?


Sigrid: „Der Entwurf dieser Jacke... wie hat das nochmal angefangen? Wahrscheinlich kam erst GORE-TEX und dann Norrøna... Und dann hab ich gesagt, dass ich gern mit euch zusammen daran arbeiten möchte. Dann haben wir einfach losgelegt. Wir haben geredet und geredet und über alles diskutiert und dann alles wie bei einer Pinnwand auf Pinterest zusammengetragen. Ich dachte: „Ah, das ist genau das, was ich möchte“. Ab dem Punkt kamen wohl auch meine Eltern mit ins Spiel. Ich habe ein Moodboard mit allen möglichen Referenzen eher aus den 70er-Jahren erstellt. Quasi zurück zu den Wurzeln Norrønas, der Bergsteigerausrüstung. Das hat echt Spaß gemacht. Irgendwie so, als würde man an einer Heritage Wand entlanggehen, die die Herkunft und das Erbe Norrønas nachzeichnet. Es ist echt cool... Das sind die Norrøna Teile, an die ich mich am besten erinnern kann. Das ist auch das, was ich an Norrøna und GORE-TEX am meisten schätze, dass ihr auch Kleidungsstücke repariert, damit sie noch länger halten. Schon früher, als ich noch zuhause lebte, habe ich Norrøna und GORE-TEX immer damit verbunden, dass die Sachen ewig halten. Meine Eltern haben natürlich auch mal neue Sachen gekauft. Aber der alte Rucksack und das alte Logo von Norrøna mit dem Wikinger... Das sind Dinge, die ich in bester Erinnerung habe. Das hat uns bei dem Entwurf des Anoraks wahnsinnig inspiriert.“

„Das ist total kitschig, aber Wandern hat uns als Familie zusammengebracht.“ - Sigrid.

 

Warum hast du dich für einen Anorak entschieden?

Sigrid: „Ich glaube, ich wollte ausgerechnet einen Anorak entwerfen, weil das das Kleidungsstück ist, das mich am meisten an die Wanderausflüge damals zuhause rund um Ålesund erinnert. Ich finde, es ist eine superpraktische Jacke geworden. Ich liebe sie. Sie fühlt sich kuschelig warm an, man fühlt sich in ihr geborgen und sie erinnert mich auch an meine Großeltern. Ich kann mich erinnern, dass ich etliche Fotos von ihnen beim Skilaufen in Anoraks gesehen habe. Ich wollte die Jacke mithilfe der GORE-TEX Technologie und den neuen Stoffen aber auch ein bisschen moderner gestalten. Ich bin schon ganz aufgeregt, das Material zu sehen und wie es zum Anorak passt. Ich hatte bislang vorwiegend Anoraks aus Baumwolle, also wird das hier richtig Spaß machen. An meinen bisherigen Anoraks hat mir nicht so sehr gefallen, dass sie nicht wasserdicht waren. Das hier wird jetzt ein toller Hybrid.“

Ein großer Teil deiner Inspiration für den Style deiner Jacke kam von deinen Eltern?

Sigrid: „Definitiv. Das ging in erster Linie von meinen Eltern aus. Als ich ein Kind war, hat Wandern nicht zu meinen Lieblingsaktivitäten gehört. Das gebe ich zu. Aber ich habe es genossen, mit meinem Bruder und meiner Schwester draußen in der Natur zu sein. Ich bin die Jüngste. Das klingt echt kitschig, aber ich denke, dass uns das Wandern als Familie zusammengeschweißt hat. Auf diese Weise haben wir gemeinsam Zeit verbracht, hatten keine Handys dabei. Das ist etwas, das ich jetzt wirklich zu schätzen gelernt habe: Einfach mal abschalten, einfach mal keinen Empfang haben. Das ist sehr, sehr schön. Von daher war das Wandern in meiner Kindheit schon eine große Inspiration. Ich habe gesehen, was meine Eltern dabei angezogen haben, und meine Mutter gab Tipps dazu, was praktisch wäre. Meine Mutter ist die praktischste Person, die ich kenne. Sie hat mich immer ermahnt, nicht zu viele Klamotten anzuziehen, keinen dicken Wollpullover unter der GORE-TEX Jacke zu tragen, sondern mehrere Schichten übereinander. Das hat sie mir mit auf den Weg gegeben und das ist bei mir hängen geblieben ist. Ich nutze ihre Ratschläge auch heute noch jeden Tag.“

Charlie: "Sigrid, ich denke, du gehörst zu den Menschen, die in der Stadt leben, um die Welt reisen und sich ständig in Städten aufhalten. Ich finde, das war eine echt coole Sache... All diese Kindheitserinnerungen und den kulturellen Hintergrund in den Entstehungsprozess der Jacke mit einfließen zu lassen. Aber gleichzeitig auch die Natur mit einzubeziehen und darauf zu achten, dass es widerspiegelt, wer du bist und was dich ausmacht. Man könnte die Jacke in den Bergen tragen, aber auch auf Festivals."

Sigrid: "Ja, sie ist auf Festivals besonders praktisch. Man kann sie sich einfach überwerfen!"

Warum habt ihr euch für diese Art von Jacke entschieden?

Sigrid: „Zurück zu meiner Mutter. Es gibt eine Sache, die meine Mutter an Anoraks nicht ausstehen kann und das hat sie an mich weitergegeben. Jedenfalls gingen viele ihrer Anoraks nicht viel weiter auf als bis zur Brust. Wir wollten die Öffnung ein bisschen weiter runter haben, damit das Anziehen über den Kopf leichter ist. Sonst ist es nämlich oft ein bisschen mühsam. Daher wollte ich, dass der Reißverschluss ein bisschen länger ist, damit der Anorak leichter an- und auszuziehen ist. Gerade wenn man in den Bergen unterwegs ist und es kalt oder windig wird oder sogar zu regnen anfängt, dann will man nicht auskühlen. Das An- und Ausziehen sollte so schnell wie möglich gehen.“

 „Ich fühle mich gut, wenn ich Rot trage. Blau erinnert mich an meine Heimat.“ - Sigrid.

 

Wieso hast du die Farben Rot und Blau gewählt?

Sigrid: "Ich wollte viele Statement-Farben einbringen, aber dann habe ich gemerkt, dass ich mich in Rot und Blau immer am wohlsten gefühlt habe. Ich liebe die Farbe Rot und das, was sie symbolisiert. Ich finde, dass Rot am besten zu mir passt. Es ist eine sehr ausdrucksstarke Farbe. In mancherlei Hinsicht kann Rot auch kalt wirken. Besonders ein dunkleres Rot. Die Farbe spiegelt Stärke, aber auch Selbstvertrauen wider. Sie vermittelt eine Art sicheres Selbstbewusstsein. Blau ist für mich eine sehr sichere Farbe, sie erinnert mich an... Nun, ich komme aus einer Stadt, von der aus man überall das Meer sieht. Sie besteht aus fünf Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Blau dabei zu haben ist daher wirklich schön – besonders wenn ich daran denke, wie die Farbe draußen in der Natur aussehen wird. Mit Grün im Hintergrund sieht es bestimmt fantastisch aus und auch mit Weiß... "

Charlie: "In den laufenden Promotion-Kampagnen stellt Rot die Farbe dar, die sich durch alles wie ein roter Faden hindurchzieht."

Sigrid: "Ja, es ist eine Farbe, auf die wir immer wieder zurückgreifen."

Charlie: "Rot fühlt sich in vielerlei Hinsicht sehr gut an."

Sigrid: "Rot ist positiv und gleichzeitig nicht zögerlich oder zurückhaltend. Ich denke, Rot muss keine aggressive Farbe sein. Sie kann auch ein bisschen „relaxed“ sein. Es ist keine Farbe, die verzweifelt nach Aufmerksamkeit schreit, sondern eher eine Farbe, die auf raffinierte Weise sehr ausdrucksvoll ist. Der Grund, warum das Album „Sucker Punch“ rot geworden ist, war, dass Charlie und ich beim ersten Album-Artwork für „Don't kill my vibe“ Rot eingesetzt haben. Die rote Jeans, die jetzt gerade in meiner Wohnung gewaschen wird, weil ich sie letzte Woche auf einem Festival getragen habe, das Rot von „Don't kill my vibe“... das Rot der Wand hinter mir... das ist der Grund, warum ich die ganze Kampagne in Rot durchziehe und ein rotes Album herausgebracht habe. Darum wollte ich wahrscheinlich, dass diese Jacke auch rot wird.“

 „Ich denke, jeder sollte seinen Teil dazu beitragen.“ - Sigrid.

 

Wie wichtig war es für euch eine nachhaltige Jacke zu schaffen?

Charlie: "Ich denke, dass jeder ein größeres Bewusstsein entwickeln sollte. Sigrid: „Wir sollten uns wirklich alle Sorgen um die Umwelt machen und unseren Beitrag leisten, sie zu schützen.“

Sigrid: „Wir sollten uns wirklich alle Sorgen um die Umwelt machen und unseren Beitrag leisten, sie zu schützen.“

Mehr über den Partner Norrona im Interview!


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