Spitzbergen Winterabenteuer Arktis
Um die faszinierende Welt der Arktis einmal hautnah zu erleben, muss man sich weder einer Expedition anschließen, noch eine Kreuzfahrt buchen. Longyearbyen, die Hauptstadt Spitzbergens, ist leicht zu erreichen. An fünf Tagen kann man das Städtchen, in dem 2.500 Menschen leben, sogar in den Wintermonaten über Oslo anfliegen. Was einen erwartet? Echte Wildnis, spektakuläre Gebirgs- und Fjordlandschaften, viel Historie, atemberaubende Nordlichter, Eisbären, Rentiere, Polarfüchse und eine internationale Community. Für unsere Autorin Johanna Stöckl hat sich mit ihrer Winterreise nach Longyearbyen kürzlich ein Lebenstraum erfüllt.


Jeder hat Traumziele im Kopf, Sehnsuchtsorte, die man einmal im Leben bereisen will. Während andere von tropischen Inseln träumen, zieht es mich tendenziell in den hohen Norden. Nun komme ich gerade begeistert aus Spitzbergen zurück und möchte meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Aber Vorsicht! Es soll ein Arktisvirus geben. Einmal von ihm erfasst, zieht es einen dann nämlich immer wieder polwärts!
1 Lage
Zwischen dem 74. und 81. nördlichen Breitengrad inmitten des Nordpolarmeeres gelegen, bilden über 400 Inseln das Archipel Svalbard („kühle Küste“). Im deutschen Sprachgebrauch spricht man allgemein von Spitzbergen, was an sich falsch ist. Spitzbergen ist nämlich die größte Insel Svalbards, auf der Longyearbyen, die weltweit nördlichste dauerhaft bewohnte Siedlung direkt am Isfjord liegt. Verwaltet wird Svalbard zwar von Norwegen. Nach dem Spitzbergen-Vertrag (1920) gehört das Archipel in der Arktis aber als Niemandsland zu keinem Staat.

GORE-TEX Tipp
Währung: Norwegische Kronen; in Longyearbyen kann man an EC-Automaten problemlos Geld abheben und mit Kreditkarten bezahlen; Visum nicht erforderlich. Anreise: Flüge ab Deutschland via Oslo nach Longyearbyen (mit Norwegian oder SAS) kann man früh gebucht ab € 400,00 (Hin-und Rückflug) ergattern.

(c) Johanna Stöckl
2 Longyearbyen
Longyearbyen ist reich an Geschichte. 1906 ursprünglich von US-Unternehmer John Longyear als Arbeitersiedlung gegründet, wurde hier bis in die späten 1980-er Jahre von Store Norske, dem norwegischen Kohlebauunternehmen Steinkohle abgebaut. Von insgesamt 7 Gruben ist heute noch eine in Betrieb. Mittlerweile lebt Longyearbyen vom Tourismus und von der Forschung (ansässig: u.a. das Norwegische Polarinstitut und UNIS, die nördlichsten Universität der Welt). Entdeckt wurde Spitzbergen 1596 vom niederländischen Seefahrer William Barentz.

GORE-TEX Tipp
Ein Besuch des Svalbard Museums ist Pflicht, wo man tief in die Geschichte Svalbards eintaucht und bis ins 15. Jahrhundert zurückschaut: von der Zeit der Walfänger, Trapper und Bergbauarbeiter bis in die Neuzeit.

(c) Johanna Stöckl
3 Klima
Warm anziehen muss man sich immer. Das Klima ist hocharktisch und somit ganzjährig kalt bzw. kühl, jedoch niederschlagsarm und trocken. Tiefsttemperaturen im Winter -30°C, Höchsttemperaturen im Sommer +15°C, Jahresdurchschnittstemperatur -7°C. Verantwortlich für die „milden“ Temperaturen ist ein Ausläufer des Golfstromes, der entlang der Westküste relativ warmes Wasser nach Norden transportiert.

GORE-TEX Tipp
Windchill: Fährt man trotz Windstille etwa mit dem Schneemobil nur 30 km/h schnell, fühlen sich -20°C wie -35°C an! Die Wahl des perfekten Equipments wird am Ende des Artikels eingehender beschrieben.

(c) VisitNorway.com
4 Polarnacht & Nordlichter
Von Polarnacht im engeren Sinn spricht man, wenn die Sonne mindestens 6° unter dem Horizont steht. Im vom Nordpol nur 1000 km entfernten Longyearbyen ist das Phänomen vom 11. November bis zum 30. Januar wirksam. Heißt: tagsüber bleibt es dunkel bzw. maximal dämmrig. Ab 15. Februar geht die Sonne zwar wieder auf, wird aber noch von den bis zu 1000 Meter hohen Bergen rund um Longyearbyen verdeckt. Trotzdem hüllt sie die schneebedeckte Gebirgslandschaft in zarten Pastelltönen in ein magisches Licht. Alleine um diese einzigartige Lichtstimmung in der endlosen Weite zu erleben, lohnt sich eine Reise in den hohen Norden.

GORE-TEX Tipp
Als Tourist kommt man gerade während der dunklen und stillen Zeit in den Genuss günstiger Angebote. Die Chance Nordlichter zu sehen, verdoppelt sich, da sie auch tagsüber sichtbar sind! Wer zwischen Mitte Februar und Mitte März reist, macht alles richtig. Wenn sich am 8. März in Longyearbyen die Sonne erstmals wieder zeigt, feiert die Stadt mit der Solfestuke eine Sonnenfestwoche.

(c) VisitNorway.com
5 Touren
Wer sich fortbewegen will, muss laufen. Straßen gibt es, abgesehen von einem 45 Kilometer langen Netz in und um Longyearbyen, keine. Heißt: Man stapft auf Schneeschuhen oder Tourenski durch die gletschergeformte Landschaft. Kaum hat man die letzten Häuser hinter sich gelassen, bewegt man sich in absoluter Wildnis und zugleich in einer menschenfeindlichen Gegend, in der nur ein paar wenige widerstandsfähige Tiere überleben können: Rentiere, Polarfüchse und natürlich Eisbären, von denen etwa 3000 Exemplare (mehr als Menschen!) in Svalbard zu Hause sind.

GORE-TEX Tipp
Will man, wovon Nicht-Profis abzuraten ist, alleine los, muss man sich bewaffnen. Gewehre und Expeditions-Equipment können u.a. bei „Longyear78“ (in der Haupteinkaufsstraße) ohne Waffenschein ausgeliehen werden.

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6 Hundeschlitten-Safari
Schlauer ist es, sich einen Guide zu buchen bzw. geführten Gruppenaktivitäten anzuschließen. Empfehlenswert: Ausgedehnte Hundeschlitten-Safaris. Von mehrstündig bis mehrtägig – wer nach Longyearbyen reist, muss sich einmal als Musher versuchen. Schließlich war der Hundeschlitten bis zum Aufkommen von Schneemobilen hier das Fortbewegungsmittel schlechthin. Der größte Anbieter vor Ort „Green Dog“ arbeitet mit 20 erfahrenen Guides und mehr als 250 eigenen Huskies.

GORE-TEX Tipp
Auf einer zweitägigen geführten Hundeschlittensafari etwa, z.B. von Longyearbyen zur zauberhaften Spitzbergen Expedition Lodge in Foxdalen (Hüttenübernachtung) und retour, lernt man nicht nur das perfekte Führen des Gespanns, sondern wird auch beim Einschirren und Füttern gebraucht.

(c) VisitNorway.com
7 Schneemobil-Safari
Mit einem Schneemobil auf den verschneiten Hochflächen des Adventsdalen, der von mächtigen Bergrücken flankiert wird, im Mondlicht durchs endlose Weiß zu rauschen, ist ein außerordentliches Vergnügen, zumal man die Fahrtechnik rasch drauf hat und die einzigartige Atmosphäre genießen kann. Gelegentlich trifft man im Nirgendwo sogar auf Rentiere, die in der einsamen Eiswüste nach ein paar Grasbüscheln suchen.

GORE-TEX Tipp
IGP Snowmobile Rentals verfügt über 300 Schneemobile (Marke: Yamaha), die man tage-, oder wochenweise mieten kann. „Spitzbergen Travel“ hat allerdings tolle Pakete inkl. Guide, Equipment und Abholung am Hotel geschnürt, bei denen man sich um nichts kümmern muss und verpflegt wird. Toll: Eine Schneemobil-Safari in die südwestlich von Longyearbyen gelegene russische Bergarbeitersiedlung Barentsburg, in der noch etwa 200 Menschen leben. KFZ-Führerschein mitbringen!

(c) Johanna Stöckl
8 Spaziergang in der Stadt
Longyearbyen liegt am 78. Breitengrad und ist damit die nördlichste Stadt der Welt. Da man keine Arbeitserlaubnis braucht und nur gering besteuert wird, leben hier Menschen aus insgesamt 53 Nationen (60 Deutsche), was am Ende der Welt eine kurios lässige, junge Multikulti-Atmosphäre erzeugt. Als Besucher sammelt man diverse Superlative: Man sitzt im nördlichsten Cafe, der nördlichsten Sushi Bar der Welt oder nächtigt etwa in der Funken Lodge im weltweit nördlichsten Hotel. Als echter Bayer genießt man natürlich ein lokales Weißbier (der Hopfen stammt aus der Hallertau!), gebraut in der Svalbard Bryggeri, der nördlichsten Brauerei der Welt, in der man eine Führung samt Beer-Tasting buchen kann.

GORE-TEX Tipp
Süßes Souvenir: Im Cafe Fruene, der nördlichsten Chocolaterie der Welt, kann man Eisbären-Pralinen kaufen!

(c) Johanna Stöckl
9 Unterkunft
923 Betten stehen Touristen in Longyearbyen insgesamt zur Verfügung. Sie verteilen sich auf 7 Hotels und diverse Pensionen. Besonders schön ist das kürzlich eröffnete Boutiquehotel „Funken Lodge“, ein edel renoviertes Traditionshotel (ab € 124 inkl. Frühstück/Person), wo man auch als externer Gast köstlich essen bzw. in der heimeligen Bar einen Drink einnehmen kann. Einfacher, aber sehr gemütlich ist die Unterbringung in der Coal Miners’ Cabin, wo man ab € 74/Person inkl. Frühstück günstig unterkommt.

GORE-TEX Tipp Nachhaltig: Das heutige Radisson Blue Polar Hotel wurde 1994 in Lillehammer für die Olympischen Spiele gebaut, 1995 abgebaut und im gleichen Jahr in Longyearbyen wieder aufgebaut (ab € 93/Person inkl. Frühstück).

(c) Funken Lodge/Agurtxane Concellon


Alle weiteren Infos rund um Svalbard, Spitzbergen und Longyearbyen findet man unter folgenden Webseiten: www.visitsvalbard.com und www.hurtigrutensvalbard.com
PRODUKTINFO
Wer im Winter in arktische Regionen reist, muss sich von Kopf bis Fuß warm anziehen und natürlich feste, gut isolierte, wasserdichte Bergschuhe dabei haben, um nicht von unten auszukühlen. Unsere Autorin trug während ihrer Reise bei allen Aktivitäten mehrere Lagen. Als Baselayer wurde wärmende Merino Funktionswäsche gewählt.

Ebenfalls wichtig: Für Unternehmungen wie mehrstündige Schneemobil- bzw. Hundeschlittensafaris ist es ratsam, eine Skibrille und einen Tagesrucksack mitzubringen. Will man, wovon auszugehen ist, während der Aktivitäten zahlreiche Fotos schießen, sollte man zwei paar Handschuhe mitführen: dünnere Unterziehhandschuhe und wärmende, garantiert wasserdichte Fäustlinge wie etwa die Burton Snowboard Handschuhe Gore Mtt. Wie jedes andere GORE-TEX Produkt sind diese Handschuhe dauerhaft wasserdicht, winddicht und hoch atmungsaktiv und daher der ideale Begleiter für Unternehmungen in Schnee und Kälte.

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Überzeugt hat in Spitzbergen auch der Mauria GTX Women von Lowa. Der Trekkingstiefel wurde speziell für sensible Damenfüße auf einem Damenleisten gefertigt. Auch die Vibram® Apptrail Ws Sohle wurde an Frauenfüße angepasst. Das wasserdichte GORE-TEX-Futter hält die Füße trocken und bietet ein gutes Fußklima.

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Beste Isolation und Schutz vor eisigem (Fahrt)Wind bekommt man mit der Himalayan Parka Daunenjacke von The North Face. Die Daunenfüllung mit hoher Bauschkraft verteilt sich auf abgetrennte Kammern, die ein Verrutschen der Daunen und damit ein Entstehen von Kältebrücken verhindern. Das GORE® WINDSTOPPER® Obermaterial ist zudem absolut winddicht und hält somit dauerhaft warm.

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Auf mehrstündigen Spaziergängen in der Stadt und bei Schneeschuhtouren bewährten sich das Norrøna Lofoten GORE-TEX Pro Jacket und die entsprechende Norrøna Lofoten Pro Light Pants.

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Auf der Hütte bzw. im Hotel trug unsere Autorin die modischen, überaus bequemen und leichten Sneakers von Legero. Die Ausstattung mit der GORE-TEX SURROUND® Produkttechnologie garantiert neben Wasserdichtheit auch optimale Atmungsaktivität und erlaubt einem bei akutem Nordlichtalarm sogar im Winter kurz vor die Tür zu treten.

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