Spot an in St. Moritz beim alpinen Ski-Ereignis des Jahres
Im Februar schaut die ganze Skiwelt ins Schweizer Jet-Set-Paradies. Die internationale Wintersportelite reist zur Weltmeisterschaft an. Autorin Inga Empt hat sich vorab umgeschaut und verrät ihre persönlichen Hot Spots.


Es funkelt und strahlt an allen Ecken. 140.000 Gäste erwartet der Schweizer Nobelskiort St. Moritz zum größten Winter-Skisportevent: die besten Schneesportler der Welt, Betreuer und Betuchte, Funktionäre und Fußvolk und viele feierfreudige Fans. Vom 6. bis 19. Februar 2017 finden in St. Moritz die Ski-Weltmeisterschaften statt und GORE-TEX Kunde J.Lindeberg ist dort der offizielle Bekleidungsausrüster. Die Infrastruktur steht, die Pisten werden präpariert – jetzt bekommen die Kanten des großen Spektakels den letzten Schliff. Bereits zum fünften Mal seit 1934 findet hier die WM statt. Dies hat noch kein anderer Ort erreicht – aber wer sollte das schaffen, wenn nicht dieses ganz spezielle, 1.800 Meter hoch gelegene Glitzerparadies. Die Engadiner Gipfel sind magisch, mit rund 320 Sonnentagen ist Moritz gesegnet, der Schnee dank der Höhe pulvrig.


 

Welches Luxushotel darf‘s denn sein?

Als Gastgeber macht den Schweizern wohl so schnell keiner was vor. Allein im Dorf selbst dem Luxusreisenden stehen fünf 5-Sterne-Hotels zur Auswahl. Ob Palace, Suvretta House, oder Kempinski. Wahrscheinlich wird man hier kein Glück mehr haben, denn alle Top-Häuser sind zur Ski-WM selbstverständlich ausgebucht. So auch das traditionsreiche Kulm-Hotel, ältestes Haus am Platze. Über 320 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl von maximal 312 Gästen. In den Kellern des Kulm lagern die Kaviar- und Champagner-Vorräte – allein für diesen Winter sind dort 4.000 Flaschen kalt gestellt.


Schon lange hat sich das komplette WM-Komitee seine Zimmer in dieser feinen Herberge gesichert. Ob auch wirklich der Chef die Präsidentensuite erhält, wird leider nicht verraten. Vielleicht ist diese ja auf Anfrage noch zu haben. Einen Versuch wäre es wert. Für 1.400 Schweizer Franken erhält man einen sensationellen Panoramablick, hat einen eigenen Kamin und mit 176 Quadratmetern Wohnfläche auch genug Platz, um Pelzmäntel und Brillanten zu verstauen. Kleines Manko: die Suite ist leider nur für maximal drei Personen ausgelegt.

Historischer Eispavillon

Mit der Wahl im Kulm-Hotel zu residieren, ist man in jedem Falle gut beraten, denn dieses Areal ist 2017 das Epizentrum der WM-Feierlichkeiten. Pünktlich zur Ski-WM erstrahlt der 110 Jahre alte Kulm Country Club in neuem Glanz, hier wurden 1929 die allerersten olympischen Winterspiele zelebriert. Kein geringerer als der englische Star-Architekt Sir Norman Foster hat die Renovierung dieser historischen Perle übernommen. Der ganze Kulm Park mit seinem Eispavillon wurde für die WM für stolze zehn Millionen Schweizer Franken restauriert. Am 7. Februar findet hier die feierliche Eröffnungszeremonie statt und hier werden die Supersportler auch ihre Medaillen in Empfang nehmen. Am Abend werden im Kulm-Park kostenlose Konzerte geboten. Der Country-Club dürfte in jedem Falle eine der besten Adressen der WM-Zeit werden.

How to drive a Husky

Für alle, denen der Skizirkus irgendwann zu bunt wird, gibt es pünktlich zur WM ein absolut außergewöhnliches Angebot: den Husky-Führerschein. Wer träumt nicht schon eine Ewigkeit davon, endlich einmal einen echten Husky-Hundeschlitten zu führen. Die Führer bringen es einem bei – zwei Stunden Grundkurs sind bereits ab 600 Franken zu buchen, via die Hotels Kulm oder Kronenhof in Pontresina.

Ein, kaum zu glauben, ganz und gar kostenfreies Wintervergnügen ist ein Spaziergang über den zugefrorenen St. Moritz See – wunderschön in der Sonne gelegen. Auch Schlittschuhe kann man hier leihen und auf Kufen über das Eis kreuzen.


Wem auch dieses Schmankerl noch zu sportlich ist, dem sei die Kunst ans Herz gelegt. Eine Vielzahl an Galerien zeigt allerlei spannende Werke. Auch Heidi Klums Liebhaber, der Promi-Galerist Vito Schnabel, hofft auf zahlungskräftiges Klientel aus aller Welt. Mein persönlicher Tipp: ein kleiner Ausflug zum stilvoll eleganten Hotel Suvretta House. Unter dem Titel „From Paris to New York“ zeigt die Galerie Francaise in einer Sonderausstellung Feines von Warhol bis Picasso. Und mit etwas Glück führt Galerist Monsieur Schneider den interessierten Besucher persönlich durch die hochkarätige Ausstellung.

Für die kleine Stärkung am Nachmittag gibt es einen Pflichttermin: ein Besuch im Café Hanselmann. In diesem traditionsreichen Café mitten im Ortskern tranken schon Coco Chanel und Audrey Hepburn ihre heiße Schoki. Unbedingt kosten sollte man die Engadiner Nusstorte – eine große Portion sehen und gesehen werden ist im Hanselmann bei jedem Besuch gratis. Ein weiterer kulinarischer Tipp für den Mittagstisch: das Pur Alps, an der Hauptstraße am Ortsende gelegen. Unaufgeregt, und tatsächlich preiswert, wenn man dieses Wort im Zusammenhang mit St. Moritz überhaupt verwenden darf.


Mein liebster Tipp zum Essen, Trinken und Eintauchen in die besondere Moritz-Welt, ist die legendäre Sunny-Bar. Hier treffen sich seit eh und je die Cresta-Piloten, um sich nach ihren tollkühnen Fahrten durch den Eiskanal den Angstschweiß wegzuspülen. Der Geist des Playboys und Wahl-St. Moritzers Gunter Sachs ist noch auf vielen Fotos präsent, irgendwie hofft man stets, dass er gleich zur Tür reinkommen möge.


In der Sunny-Bar isst man seit dieser Saison peruanisch! Köstlich. Überraschend, frisch und sehr schmackhaft. Ebenfalls nicht zu teuer!

Nachtleben im Dorf der Reichen und oft Schönen! Der weltberühmte Dracula-Club wurde in den Siebzigern von Gunter Sachs gegründet und ist bis heute ein Hot Spot des internationalen Jet Set. Reinkommen? Nicht einfach, am besten mit prominenter Begleitung und gut gefülltem Geldbeutel – notfalls über das Hotel anfragen. Auch seit vielen Jahren schon eine Institution im Moritzer Discoleben und genauso gut: der Kings Club im Hotel Palace.


Dass St. Moritz so ein hervorragender WM-Ausrichter ist, liegt nicht nur an den guten Managern und Gegebenheiten, sondern zu einem großen Teil auch an der Einsatzbereitschaft von vielen freiwilligen Helfern. 1.300 sogenannte Voluntari werden während der Weltmeisterschaft für beste Abläufe und Bedingungen für Athleten und Zuschauer sorgen. Die Voluntari und das gesamte Organsationskommittee sind in diesem Jahr sehr stylish und selbstverständlich wetterfest ausgestattet mit GORE-TEX-Outfits des In-Labels J.Lindeberg, dem offiziellen Ausstatter des FIS Ski Worldcups 2017.

Allem Anschein nach wird dies eine wunderbare Weltmeisterschaft werden – mit sportlichen Höchstleistungen, schillerndem Spaß und einer Traumkulisse. Also nix wie ab nach St. Moritz!