Transalpine-Run Läufer Jamie Ramsay über Bekleidung, die bei einer Kamel-Expedition durch die Mongolei nicht fehlen sollte!
„Adventure Runner“ Jamie Ramsay, sucht sich immer wieder neue Herausforderungen um seine Ausdauer zu testen, sei es der GORE-TEX Transalpine-Run oder eine Kamelexpedition durch die Mongolei. Erfahre mehr dazu welche Kleidungsstücke dabei auf keinem Fall fehlen sollten.


Im Oktober schrieb mich die Weitwanderin Angela Maxwell über Facebook an. Sie hat 2014 ihren Job gekündigt und läuft seither zu Fuß um die Welt. Auf ihrem über 17.000 km langen Weg versucht sie mit einem Tagesbudget von ungefähr 5 Dollar auszukommen. Sie wollte wissen, ob ich mich einer Expedition anschließen möchte, an der sie zusammen mit dem britischen Abenteurer Karl Bushby und der mongolischen Abenteurerin Baigalmaa Norjmaa teilnimmt. Nachdem ich im letzten Frühjahr den GORE-TEX Transalpine-Run gefahren bin, war ich auf ein neues Abenteuer gestoßen.

Die Vorstellung hat mich gleich fasziniert, sodass ich sie sofort per Skype kontaktiert habe, um mehr über die Expedition zu erfahren. Mit jedem Satz wurde mir dabei klarer, dass ich unbedingt dabei sein wollte. Karl Bushby ist seit 18 Jahren unterwegs, um als erster Mensch die Welt zu Fuß zu umrunden, ohne Hilfe von außen, ohne Schiffe, Fahrzeuge oder Flugzeuge. Auf seinem Weg überwand er während der politischen Unruhen in Kolumbien den Darien Gap und durchlief auf dem Weg von Amerika nach Russland als erster Mensch der Neuzeit die Beringstraße. In Ulan-Bator traf er die mongolische Abenteurerin Baigalmaa Norjmaa, die ihm bei einem Glas Wein von ihrem Traum erzählte, als erster Mensch mit einer Kamelexpedition von Ulan-Bator nach London zu laufen. Der Traum wurde mehr und mehr Wirklichkeit, Kamele wurden gekauft, Pläne wurden geschmiedet und als ich die Facebook-Nachricht erhielt, waren sie dabei ein Team zusammenzustellen, das die Expedition, die drei Jahre dauern und über 12.000 km gehen soll, auf den Weg bringen sollte.

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Ich bin eigentlich Läufer, aber ich fühle mich magisch hingezogen zu allem, was außergewöhnlich und herausfordernd ist und mich an meine Grenzen bringt. Ich bin gelaufen, geschwommen und war mit dem Rad unterwegs, gewandert aber bin ich noch nie. Je mehr ich in Erwägung zog, an der Expedition teilzunehmen, desto mehr reizte mich diese neue Herausforderung. Aus Zeitgründen würde ich das Team während des harten Winters in der Mongolei begleiten können, wo Schnee und Temperaturen von minus 20 bis 40 Grad der Normalfall sind. Solche Wetterbedingungen waren Neuland für mich. Gleichzeitig würden wir uns um 10 Kamele kümmern müssen, was sogar bei gutem Wetter eine Herausforderung ist. Außerdem wäre ich Teil eines Teams. In den vergangenen fünf Jahren legte ich über 22.000 km in 22 Ländern zurück und nur 265 km davon nicht allein. Teil eines Teams zu sein, sollte meine größte Herausforderung sein, aber das ist eine andere Geschichte.

Innerhalb von 24 Stunden hatte ich mit Karl gesprochen und meine Teilnahme an der Expedition zugesagt. Nur wenige Wochen später flog ich in die mongolische Hauptstadt, bereit für mein nächstes Abenteuer. Die ersten paar Wochen verbrachten wir damit, die Kamele zu trainieren, das nötige Equipment zu kaufen und alles für den langen Marsch gen Westen vorzubereiten.


Einmal unterwegs auf dem Weg nach Westen durch die Mongolei wurde mir schnell klar, dass warm und trocken zu bleiben absolut entscheidend dafür sein würde, ob diese Expedition für mich ein positives Erlebnis wird. Wenn ich es zuließ, dass die Kälte von mir Besitz ergriff, dann würde ich mich nicht mehr um die Kamele kümmern können und wäre dem Team keine Hilfe mehr. Die Temperaturen reichten von minus 6 Grad am Mittag bis zu unter minus 20 Grad in der Nacht, aber durch den Wind fühlten sich die Temperaturen noch viel extremer an. Bei früheren Expeditionen hatte ich mich mithilfe von verschiedenen Bekleidungsschichten den jeweiligen Temperaturen und Witterungsbedingungen angepasst. Dasselbe Prinzip wollte ich auch bei dieser Expedition anwenden, jedoch mit dickeren und mehr Schichten.


Warme und trockene Füße sind für mich absolut wichtig und so suchte ich Schuhe, die meine Temperaturanforderungen erfüllten und gleichzeitig beweglich genug waren, um sie über einen langen Zeitraum und weite Strecken hinweg zu tragen. Bei meiner Suche zeigte man mir Expeditionsstiefel, die geradezu lächerlich steif und ganz eindeutig völlig ungeeignet waren. Ich entschied mich schlussendlich für den Scarpa R-Evo GTX. Er bot die Stabilität und den Halt, den ich suchte, und mit dem GORE-TEX Futter würden meine Füße auch beim Stapfen durch den Schnee trocken bleiben. Ich hatte den Schuh eine Nummer größer gekauft, nochmal eine halbe Nummer größer wäre aber besser gewesen, damit ggf. dicke Socken und Einlagen Platz haben und man trotzdem noch die Zehen bewegen kann. Sind die Schuhe zu eng, werden die Füße kalt. Bei den Socken entschied ich mich für Bridgedale Summits, die so gut waren, dass ich sie an den 40 Tagen fast täglich anhatte.


Am wichtigsten ist es, den Rumpf warm zu halten. Wenn er kalt wird, dann haben Arme und Beine keine Chance. Als Basisschicht wählte ich ein Langarmshirt aus 200er Merinowolle, das Schweiß von der Haut wegleitet und theoretisch auch den lästigen Schweißgeruch vermindert. Darüber trug ich ein GORE® M GORE® WINDSTOPPER® Base Layer Shirt und dann eine GORE® R3 GORE® WINDSTOPPER® Vest. Diese zwei Schichten hielten meinen Rumpf komplett warm und mit den durchgehenden Reißverschlüssen konnte ich die Temperatur tagsüber sehr gut regulieren. Außenschichten hatte ich drei dabei, die ich je nach Wetter variierte. Die erste war eine leichte Daunenjacke für höhere Temperaturen (minus 10 Grad), eine Crossfire 550 WINDSTOPPER® Daunenjacke von The North Face für extremere Temperaturen und zuletzt noch eine wind- und wasserdichte GORE Rescue Laufjacke


Auf dem Kopf trug ich einen Montane WINDSTOPPER® Beanie und für die Hände hatte ich GORE® M GORE® WINDSTOPPER® Gloves or The North Face Montana GORE-TEX gloves und für ganz kalte Tage Montana GORE-TEX Handschuhe von The North Face


Das klingt zwar nach ziemlich viel Kleidung (komplette Liste siehe unten), aufgrund des technischen Designs der einzelnen Komponenten ließ sich das alles aber extrem platzsparend packen.


Die wesentliche Erkenntnis aus der Expedition war: klug einkaufen, mit Fokus auf die Produkttechnologie der Kleidung, die für deinen Schutz sorgt, und nicht einfach alles von einer Lieblingsmarke. Auf dieser Expedition war die GORE-TEX WINDSTOPPER® Technologie meine Rettung. Ohne sie hätte ich die Expedition ganz anders erlebt.