Verantwortungsvoller Umgang mit Fluorchemikalien

Gore Fabrics Produkte sind umweltgerecht, sozialverträglich und können unbedenklich getragen werden. Unabhängige Forschungsinstitute wie OEKO-TEX® und das bluesign® System haben belegt, dass GORE-TEX® Produkte die neuesten Standards für Verbrauchersicherheit erfüllen.

Da wir bei Gore eine Verpflichtung eingegangen sind, dem Endverbraucher durch unsere Produkte einen Mehrwert zu bieten und dabei die Umwelt zu respektieren, haben wir zusammen mit unseren Geschäftspartnern in der Branche daran gearbeitet, bedenkliche fluorierte Substanzen durch sicherere Alternativen zu ersetzen, ohne dabei auf die hervorragende Funktion und Langlebigkeit unserer Produkte zu verzichten.

Was sind fluorierte Substanzen

Fluorchemikalien sind eine große Gruppe von Verbindungen und haben eine Vielzahl physikalischer Eigenschaften und einzigartiger Qualitätsmerkmale. Über die letzten 50 Jahre wurden sie in verschiedenen industriellen und kommerziellen Anwendungen häufig eingesetzt (z.B. in der Lebensmittelverarbeitung, im chemischen Anlagenbau, in Farben, Teppichen und Bratpfannen). Häufig haben sie dazu beigetragen, das Leben sicherer zu machen.

Die große Gruppe der Fluorchemikalien besteht aus Tausenden von chemischen Verbindungen – von Feststoffen und Flüssigkeiten bis hin zu Gasen und Stoffen, die als unbedenklich gelten, bis hin zu Verbindungen, die hinsichtlich toxischer Eigenschaften bedenklich sind. Wie bei allen anderen Rohmaterialien überwacht Gore sorgfältig den Einfluss der eingesetzten fluorierten Substanzen hinsichtlich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz.

Eines der einzigartigen Qualitätsmerkmale, die Fluorchemikalien der Bekleidungs- und Schuhindustrie bieten, ist Materialien schmutz-, öl- und wasserabweisend zu machen.

Fluorierte Substanzen werden von Gore Fabrics zu verschiedenen Zwecken verwendet, insbesondere in unseren:

  1. Dauerhaft wasser- und ölabweisenden Imprägnierungen (Durable Water Repellent, kurz DWR), die auf die Textillaminate aufgebracht werden
  2. Wasserdichten, winddichten und atmungsaktiven Membranen

Zur Herstellung unserer hochwertigen Funktionstextilien werden diese Membranen fest mit den von uns zugekauften Textilien verbunden (laminiert) und gezielt auf die speziellen Anforderungen unterschiedlicher Einsatzbereiche – vom Bergsteigen bis hin zu Brandbekämpfung und zahlreichen anderen Anwendungen – optimiert.

Dauerhaft wasserabweisende Imprägnierungen (Durable Water Repellent, kurz DWR):

Bei allen GORE-TEX® Bekleidungsstücken wird die äußere Textilschicht mit einem dauerhaft wasserabweisenden Polymer (DWR) imprägniert, so dass Wasser daran einfach abperlt anstatt einzudringen. DWR ist wichtig, da sie dem Träger Komfort und Schutz bietet. Wenn die wasserabweisende Imprägnierung nachlässt, wirkt sich das auf unser Wohlbefinden aus. So wird es schwieriger ein ausgeglichenes Körperklima aufrechtzuerhalten und die Leistungsfähigkeit und Konzentration des Trägers wird beeinträchtigt. Die Bekleidung fühlt sich undicht an, selbst wenn das nicht der Fall ist. Daraufhin wird das Kleidungsstück in vielen Fällen nicht mehr getragen und lieber mit einem neuen ersetzt. Das heißt: eine nachlassende Imprägnierung kann sich negativ auf den Umwelteinfluss einer Jacke auswirken.

Die heute in unseren Imprägnierungen verwendeten Substanzen sind bei verantwortungsbewußtem Einsatz sowohl für den Verbraucher als auch für die Umwelt unbedenklich. Gore Fabrics setzt ausschließlich Stoffe ein, die von der US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency - EPA) überprüft und zur Anwendung in Europa, Japan und China zugelassen sind. Außerdem entsprechen sie den nationalen Produktnormen von Norwegen.

Gore Fabrics ist bestrebt, den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte kontinuierlich zu verbessern. Bereits vor zehn Jahren hat Gore ein Projekt begonnen, PFOA (eine für die Umwelt bedenkliche perfluorierte Substanz) aus seinen Produkten zu beseitigen. 2011 ersetzten wir PFOA-haltige Imprägnierungen (sogenannte langkettige Verbindungen) in der Herstellung unserer Endverbraucherprodukte durch umweltfreundlichere Alternativen. Als eines der ersten Unternehmen der Branche verzichtet Gore Fabrics seit Ende 2013 bei der Herstellung seiner Funktionstextilien vollständig auf Rohmaterialien, die PFOA enthalten.

Die neuesten Imprägnierungen sind auf Polymere mit kurzen fluorierten Seitenketten aufgebaut. Kurzkettige Imprägniermittel haben bewiesenermaßen bessere ökologische Eigenschaften, im Vergleich zu Imprägnierungen mit langkettigen Verbindungen. Diese Imprägnierungen bieten wasser- und ölabweisende Eigenschaften verbunden mit hoher Atmungsaktivität und Langlebigkeit. Es können jedoch wasserlösliche fluorierte Verunreinigungen, sogenannte PFCs (perfluorierte Chemikalien), in geringen Mengen vorkommen. Daher bedarf es verantwortungsbewussten Herstellungsverfahren, um die Freisetzung von PFCs in die Umwelt zu minimieren, zumal festgestellt worden ist, dass sich PFCs in Organismen ansammeln und dadurch in die Nahrungskette gelangen.

Imprägnierungen, die keine fluorierten Verbindungen enthalten (wie z.B. Imprägnierungen auf Silikon- oder Kohlenwasserstoff-Basis), fehlt es typischerweise an ölabweisenden Eigenschaften, was dazu führt, dass die Imprägnierung im alltäglichen Gebrauch schneller nachlässt. Aus diesem Grund ist die Entwicklung einer Imprägnierung, die nicht auf PFCs basiert, eine große Herausforderung für die gesamte Outdoor-Branche.

Learn more about Gore's investments in future water repellency solutions

ePTFE Membrane

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Das Herzstück aller GORE-TEX® Materialien ist eine extrem dünne, dauerhaft wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Membrane. Gore Fabrics verwendet ePTFE (expandiertes bzw. gerecktes Polytetrafluorethylen) für diese Membrane.

PTFE (Polytetrafluorethylen) ist ein fluoriertes Polymer, das ungiftig und unlöslich ist und nicht in Wechselwirkung mit Organismen tritt. Es ist chemisch sehr stabil und entwickelt sich nicht infolge von Zersetzung zu einer Quelle für PFCs im Wasser oder in der Umwelt. Es leistet einen positiven Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht von Funktionsbekleidung, da es dabei hilft, die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit des Endprodukts zu erhöhen, was zu Einsparungen bei Rohmaterialien führt und das Abfallvolumen verringert. ePTFE wird oft wie Glas oder Sand als inert eingestuft.

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Die Geschichte von ePTFE

Der Reckverfahren wurde erstmals von Bob Gore entdeckt, als er unter bestimmten Bedingungen versuchte, PTFE so schnell wie möglich zu dehnen. Das Ergebnis war ein extrem starkes mikroporöses Material mit erstaunliche vielen positiven Eigenschaften, wie z.B. geringe Wasseraufnahme und gute Verwitterungsmerkmale: expandiertes PTFE oder ePTFE. 1970 beantragte Gore das erste von vielen Patenten für GORE-TEX® Produkte mit dem Gore-eigenen Polymer.

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Produktverantwortung

Um sicherzustellen, dass unsere Produkte die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, ist Gore Fabrics Partner des bluesign® standard und des OEKO-TEX® Standard 100.

Fluorchemikalien (PFCs)

Fluorchemikalien haben eine Vielzahl physikalischer Eigenschaften und einzigartiger Qualitätsmerkmale. Viele davon kommen in industriellen Anwendungen, in der Lebensmittelverarbeitung und in Konsumgütern zum Tragen.

Soziale Verantwortung

Von allen Gore Mitarbeitern wird erwartet, dass sie sich in der Zusammenarbeit mit allen Lieferanten, Kunden, Stakeholdergruppen und Gore Associates integer verhalten.